Wiederherstellung der Hufbalance
Erstbefund:
Eine untergeschobene Trachte führt im Kern zu einer zu flachen Hufstellung. Die Hilfslinien zeigen ein theoretisches Optimum. Der Hufwinkel sollte prinzipiell passend (sprich parallel) zum Fesselstand sein.
Ohne Wiederaufrichtung der Trachte wird das Pferd nicht mehr in die natürliche Hufbalance zurückkommen. Über die Jahre kann das beispielsweise zur Schädigung der tiefen Beugesehne und damit zur Hufrollenentzündung führen.
Teilerfolg nach der Erstbearbeitung:
Zehe von oben bearbeitet, untergeschobene Trachte gekürzt. Eine schrittweise Wiederherstellung der Hufbalance.
Wichtig:
Besonders Rehe-Patienten benötigen nach dem akuten Schub eine sehr enge, regelmäßige Hufkorrektur. Ein rotiertes Hufbein beispielsweise sorgt unter anderem für ein anormales Wachstum der Hufkapsel, da sie in Schichten miteinander "verwachsen" sind. So werden die Veränderungen der Hufbeinstellung auch zeitnah von außen erkennbar. Es können sogenannte Pantoffelhufe entstehen und die Trachten schieben meist extrem an Material.
Achtung: Eine Hufrehe-Korrektur muss gekonnt sein. Nicht jeder Hufbearbeiter (oder Schmied) hat automatisch die notwendigen Fertigkeiten oder ausreichendes Wissen darüber erworben. Falsche Handhabe geht zu Lasten des Tiers.